Methodik

Um ein möglichst breites und realistisches Meinungsbild unter deutschen Fußballfans zu generieren, wurde eine zweistufige Methodik mit drei vorgelagerten Fokusgruppeninterviews (qualitativer Ansatz) und einer anschließenden Fragebogenerhebung (quantitativer Ansatz) gewählt.

 

Eckdaten Fokusgruppeninterviews:
• Anzahl und Dauer: drei Fokusgruppeninterviews (jeweils 90 Minuten)
• Erhebungszeitraum: Januar und Februar 2017
• Erhebungsort: Methoden- und Innovationslabor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) Nürtingen-Geislingen
• Grundgesamtheit: deutschsprachige Fußballfans ab 14 Jahre
• Stichprobe: insgesamt 25 Probanden unterschiedlichen Alters (22 bis 58 Jahre), unterschiedlicher Schulbildung, unterschiedlichem beruflichen Hintergrund und unterschiedlicher Lieblingsvereine der 1. und 2. Fußballbundesliga (u.a. FC Bayern München, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, FC Schalke 04, SC Freiburg, VfB Stuttgart, Karlsruher SC, SV Sandhausen)
• Ziel: explorative Identifizierung der dringendsten Probleme im deutschen Profifußball sowie von möglichen Lösungsansätzen. Fokusgruppeninterviews entsprechen einem qualitativen Forschungsansatzes, der aufgrund der kleinen Fallzahlen zwar niemals repräsentativ sein kann, aber dennoch hervorragende tiefgründige Ergebnisse zu produzieren imstande ist.

 

Eckdaten Fragebogenerhebung:
• Online-Erhebung (CAWI)
• Erhebungszeitraum: 3. bis 20. März 2017
• Erhebungsinstrument: standardisierter Fragebogen
• Grundgesamtheit: deutschsprachige Fußballfans ab 14 Jahre
• Stichprobe: im Internet aktive, deutschsprachige Fußballfans ab 14 Jahre (Selbstselektion). Insgesamt nahmen 17.330 (!) Fußballfans an der Befragung teil.
• Datenauswertung: anhand des Statistikprogramms SPSS (April 2017)
• Ziel: Quantitative Überprüfung der in den Fokusgruppeninterviews generierten Ergebnisse und Erhebung eines breiten Meinungsbildes.*

*Aufgrund des sogenannten „Stichprobenparadoxon“ und der Selbstselektion kann man die Ergebnisse unter streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht als repräsentativ bezeichnen. Aufgrund der breiten Datenbasis ergibt sich aber dennoch ein äußerst realistisches und aussagekräftiges Meinungsbild. Unter Stichprobenparadoxon versteht man folgenden Sachverhalt: ohne die vollständige Kenntnis der Eigenschaften einer Grundgesamtheit ist eine Überprüfung der Qualität einer Stichprobe nicht möglich. Da man keine genaue Aussage über die Zusammensetzung der Grundgesamtheit (hier: deutschsprachige Fußballfans ab 14 Jahre) treffen kann, kann man auch kein nach wissenschaftlichen Standards wirklichkeitsgetreues (=repräsentatives) Abbild der Grundgesamtheit darstellen. Leider werden im Fußballbusiness immer wieder Studien als repräsentativ gekennzeichnet, ohne tatsächlich repräsentativ zu sein.